Qualifikationen im grenzüberschreitenden Kontext: Engpässe, Anerkennung, Ko-Konstruktionen. Vergleichende Perspektiven aus Luxemburg und der Schweiz

Donnerstag, 9. Juli 2026 | Universität Luxemburg, Campus Belval

Die Arbeitsmärkte stehen heute vor vielfältigen Herausforderungen. In vielen Branchen bestehen Fachkräfteengpässe, die sich aufgrund demografischer Entwicklungen voraussichtlich weiter verstärken werden. Vor diesem Hintergrund kommt der Frage der Qualifikationen eine zentrale Bedeutung zu, insbesondere in grenzüberschreitenden Regionen, die mit spezifischen strukturellen und institutionellen Anforderungen konfrontiert sind.

Diese Situation wirft Fragen nach den Prozessen der Definition, Anerkennung und Nutzung von Qualifikationen auf angespannten Arbeitsmärkten auf, in denen unterschiedliche nationale, rechtliche und bildungspolitische Rahmenbedingungen zusammentreffen. Zugleich stellt sich die Frage, wie Ausbildungs- und Qualifizierungsangebote in strukturell grenzüberschreitenden Räumen wie Luxemburg und der Schweiz weiterentwickelt werden können, um besser auf spezifische Bedürfnisse zu reagieren, etwa in sprachlicher, technischer oder sektoraler Hinsicht.

Mit diesen Fragen befasst sich das 12. UniGR-CBS-Forum Großregion. Die Veranstaltung beginnt mit einer europäischen Einordnung der Anerkennung von Qualifikationen. Anschließend diskutieren Expert:innen aus der Schweiz, Luxemburg und der Großregion die Rolle von Qualifikationen, ihre Anwendung in der Praxis sowie bestehende Herausforderungen. Dabei werden zentrale Hindernisse und mögliche Handlungsansätze aufgezeigt. Den Abschluss bildet eine Podiumsdiskussion zu Lösungsansätzen für Fachkräfteengpässe im grenzüberschreitenden Kontext, die wissenschaftliche, institutionelle und berufspraktische Perspektiven zusammenführt.

Die Veranstaltung wird in Zusammenarbeit mit der Forschungsgruppe „LABOR SwissLux – Labour across Borders“ organisiert. Die Gruppe zählt Forscher:innen aus Luxemburg und der Schweiz und untersucht die Dynamiken der rund 640.000 Grenzgänger:innen, die in beiden Ländern jeweils arbeiten. Durch den Vergleich von Gemeinsamkeiten und Unterschieden zwischen den beiden Arbeitsmärkten entwickeln die Forscher:innen ein differenziertes Verständnis grenzüberschreitender Beschäftigung und ihrer aktuellen Herausforderungen.

Arbeitssprachen: Deutsch und Französisch (mit Übersetzung), Englisch (ohne Übersetzung).

Weitere Informationen zum Programm und zur Anmeldung werden in Kürze verfügbar sein.
 

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Kontakt

Isabelle Pigeron-Piroth

Department of Geography and Spatial Planning

Universität Luxemburg
Christian Wille

Department of Geography and Spatial Planning

Universität Luxemburg