Working Paper Vol. 31
In der Großregion rücken aufgrund der intensiven grenzüberschreitenden Mobilität und der sektoralen Spannungen auf dem Arbeitsmarkt Ausbildungsfragen ins Zentrum, wenn Qualifikationen diskutiert werden. Die grenzüberschreitende Ausbildung ist ein strategischer Hebel für die Integration junger Menschen und die Wettbewerbsfähigkeit der Region, wird jedoch weiterhin von unterschiedlichen nationalen Rahmenbedingungen bestimmt. Die vergleichende Analyse der Systeme zeigt Konvergenzen (eine stärkere Arbeitsmarktorientierung der Hochschulbildung, die Zunahme dualer Studiengänge sowie kompetenzorientierte Ansätze), aber auch anhaltende Divergenzen (Verträge, Governance, Vergütung, Anerkennung von Abschlüssen, Mentoring), die zu fragilen lokalen Anpassungen führen. Die Fallstudie zu Longwy, ergänzt durch Beiträge des UniGR-CBS-Forums Großregion (April 2025), zeigt, dass Bildungswege zu hybriden Kompetenzen führen, die von Unternehmen besonders geschätzt werden. Dieses Working Paper zeigt die Notwendigkeit auf, die regionale Koordination zu stärken, Unterstützungsstrukturen auszubauen, das Tutoring zu professionalisieren und grenzüberschreitende Kompetenzen stärker anzuerkennen, um diese Bildungswege langfristig zu stabilisieren.