solidarity

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Zusammenfassung

Die Autoren entwickeln ein neues Verständnis von Grenzen, welches sich aus den Vorstellungen der Techno-Ökologie von Félix Guattari und den Gedanken der von Nira Yuva-Davis geforderten  feministischen transversalen Politik ableitet. Sie setzen sich für eine über das Menschliche hinausreichende Solidarität ein, die mehr-als-menschliche Lebenswelten umfasst, seit Menschen und ihre Mitmenschen in komplexen Grenzbeziehungen miteinander verbunden sind. Anhand von zwei Beispielen stellen die Autoren diese Verbundenheit und die durch Grenzziehungsprozesse verursachten Einschnitte gegenüber, indem sie Grenzen, Menschen, andere Spezies, Geologie, Technologie sowie Politiken und Diskurse einer (mehr-als-menschlichen) Ausgrenzung miteinander in Verbindung bringen.

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Zusammenfassung

Die sechs Beiträge dieses Forums zu feministischer Grenztheorie bieten unterschiedliche Blickwinkel auf die Beziehungen zwischen Geschlecht, Grenzen, Macht, Identität, Unterschied und Solidarität. Die Autorinnen stützen sich auf feministische Theorien, um geschlechts-spezifische Grenzpolitik, gewalttätige Auseinandersetzungen an den Grenzen sowie Praktiken der Grenzziehung an und hinter Ländergrenzen zu beleuchten und zu analysieren. Sie verdeutlichen ihre Argumente mit Hilfe von Beispielen an der mexikanisch-US-amerikanischen Grenze und an den italienischen Grenzen und verweisen auf Bewegungen von Hausangestellten, rassistische Politiken der Spaltung und Familientrennung. Darüber hinaus zeigen sie aber auch wie, Grenz-Identitäten, Nepantla-Aktivismus und Koalitionen über grenz(raum)bedingte Verschiedenheiten hinaus zu neuen Formen von Solidarität, Identität und Widerstand führen können.

Working Paper Vol. 8

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UniGR-CBS Working Paper Vol. 8
Zusammenfassung

Das Coronavirus breitet sich zur Zeit aus und fordert seinen Tribut weltweit. Zwar ist COVID-19 nun zu einer globalen Pandemie angewachsen, doch wird ihm häufig mit national(istisch)en Reaktionen begegnet. Viele Staaten verfolgen eine isolationistische Politik; sie schließen und verstärken ihre Grenzen und konzentrieren sich in diesem Moment der Krise ganz auf ihr eigenes Funktionieren. Diese nationale bzw. nationalistisch orientierte Politik des Rebordering geht Hand in Hand mit etwas, das als sprachliches Rebordering bezeichnet werden könnte, d. h. Versuche, die Krankheit als etwas Fremdes und Importiertes zu konstruieren, und so die Schuld daran dem „Anderen“ zuzuweisen. Ziel dieses Beitrags ist es, die Verflechtungen dieser geopolitischen und sprachlichen/diskursiven Politik des Rebordering aufzudecken. Ihre Wirksamkeit wird in Frage gestellt und es wird für eine grenzüberschreitende Solidarität plädiert.